BDEW zum Energiewende-Monitoring: »Erheblicher Ausbaubedarf« bei Erneuerbaren unabhängig vom erwarteten Stromverbrauch

BDEW Kerstin Andreae
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Der BDEW begrüßt das von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche in Auftrag gegebene Energiewende-Monitoring als »wichtige Positionsbestimmung“. Es trage zum Verständnis darüber bei, wo Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien, der Netzinfrastruktur, der Digitalisierung, beim Wasserstoffhochlauf und beim Thema Versorgungssicherheit stehe, so der Verband.

Aufgrund der bislang verhaltenen Elektrifizierung der Sektoren Verkehr und Wärme geht der BDEW für das Jahr 2030 von einem geringeren Strombedarf aus als die bislang im EEG prognostizierten 750 Terawattstunden (TWh). Unabhängig von solchen Prognosen bestehe jedoch weiterhin erheblicher Ausbaubedarf bei den erneuerbaren Energien, um die gesetzlichen Ausbau- und Klimaschutzziele zu erreichen. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeige dies. So betrug der Bruttostromverbrauch 2024 etwa 500 TWh, wovon rund 55 Prozent auf Strom aus erneuerbaren Energien entfielen. Selbst wenn bis 2030 die bisherigen Ausbauziele für erneuerbare Energien tatsächlich erreicht würden, würde bei konservativen Annahmen zur Volllaststundenzahl die Zielmarke von 80 Prozent für erneuerbare Energien nur knapp erfüllt.

»Das bedeutet im Klartext, dass wir den aktuellen Ausbaupfad in jedem Fall weiter beschreiten müssen«, erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. »Wichtig ist, dass wir in Zukunft den Ausbau Erneuerbarer Energien und des Stromnetzes noch stärker in Einklang bringen und sich der Ausbau stärker am Ertrag und an den Kosten für die Systemintegration orientiert. Zentral ist dabei, dass die Netzbetreiber in die Lage versetzt werden, den erforderlichen Netzausbau zu realisieren. Gesetzgeber und Regulierer müssen hierfür den notwendigen ermöglichenden Rahmen setzen. Ebenfalls sollten Potenziale netzdienlicher Flexibilitäten, sowohl auf Erzeugungs- als auch Verbrauchsseite, erfasst und durch politische Maßnahmen angereizt werden. Die Ausbauszenarien müssen kombiniert gedacht werden.«

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