Erneuerbare Energien haben im Jahr 2025 fast 56 Prozent des Bruttostromverbrauchs gedeckt. Die witterungsbedingten Rückgänge bei Windenergie und Wasserkraft konnten durch neu zugebaute Photovoltaikanlagen mehr als ausgeglichen werden. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Die Erzeugung von Solarstrom stieg demnach im Gesamtjahr 2025 um fast ein Fünftel (plus 18,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Mit 91,0 Milliarden Kilowattstunden (kWh) betrug der Solarstromanteil 17,6 Prozent (Vorjahr: 14,8 Prozent). »In diesem Jahr kam der starke Zubau von Photovoltaik-Anlagen im Jahr 2024 voll zum Tragen, da die Anlagen erstmals ganzjährig Strom produzierten und die Dynamik des Zubaus 2025 weiterhin hoch geblieben ist«, teilen BDEW und ZSW mit. Durchgängig von April bis August wurden mehr als zehn Milliarden kWh Strom pro Monat durch Photovoltaik erzeugt. 2025 wurde laut BDEW und ZSW wieder mehr als 17 Gigawatt (GW) an Photovoltaikleistung zugebaut und damit ähnlich viel wie im Jahr 2024.
Der Anteil erneuerbarer Energien konnte somit in diesem Jahr trotz eines historisch schwachen ersten Windquartals mit einem leichten Plus von 0,7 Prozentpunkten gegenüber 2024 verbessert werden. Aus fossilen Energieträgern wurden 210,2 Milliarden kWh erzeugt (Vorjahr: 208,8 Mrd. kWh). Der Bruttostromverbrauch war 2025 mit minus 0,4 Prozent leicht rückläufig.
Unter normalen Witterungsbedingungen rechnen BDEW und ZSW für das Jahr 2026 mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
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