Im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Baden-Württemberg hat die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH untersucht, wie sich nicht mehr benötigte Weinbergsflächen zur Solarstromerzeugung nutzen lassen. Im Vergleich zu klassischen Acker- oder Brachflächen stellen Weinbergstandorte besondere Anforderungen, die sich unmittelbar auf die Planungs-, Investitions- und Betriebskosten auswirken können. Deshalb wurde am Beispiel einer 13 Hektar großen Weinbergfläche eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das Ergebnis: Zwar sei der Bau einer PV-Anlage am konkreten Standort möglich, aufgrund der erhöhten Kosten der Anlage sei diese unter den derzeitigen Rahmenbedingungen bei EEG-Ausschreibungen und Planungsdaten jedoch wirtschaftlich nicht rentabel und »daher nicht zu empfehlen«.
Der ermittelte Installationspreis lag etwa acht bis zehn Prozent über dem Niveau vergleichbarer Anlagen auf ebenem oder leicht geneigtem Gelände. Hauptursache waren die besonderen Anforderungen an Unterkonstruktion und Montage infolge der steilen Hanglage.
Eine Sensitivitätsanalyse zeigte, dass kleine Änderungen einiger Einflussparameter großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben. Das MLR empfiehlt daher, potenzielle Projekte jeweils individuell zu bewerten. Um die Ergebnisse auf andere potenzielle Flächen übertragen zu können, wurde eine Checkliste für mögliche Interessenten erstellt, mit der sie die planerischen und technischen Kriterien am jeweiligen konkreten Standort prüfen können.
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