Das Schweizer Energieunternehmen Axpo hat 2022 zusammen mit den Industriellen Werken Basel (IWB) eine der größten alpinen Solaranlagen der Schweiz an der Muttsee-Staumauer realisiert. Nun beteiligt sich Axpo mit »AlpinSolar« am Swissgrid-Pilotprojekt PV4Balancing, wie das Unternehmen mitteilt.
Das Projekt PV4Balancing zielt darauf ab, die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen als Tertiärregelenergie für einen stabilen Netzbetrieb zu nutzen. Dabei wird zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärregelleistung unterschieden: Bei Schwankungen wird innerhalb von Sekundenbruchteilen zunächst Primär- und nach wenigen Sekunden Sekundärregelenergie eingesetzt. Besteht die Schwankung weiterhin, wird nach 15 Minuten durch die nationale Netzgesellschaft Swissgrid manuell Tertiärregelenergie aktiviert.
Das Projekt soll zeigen, dass Photovoltaikanlagen eine Lösung für Schwankungen im Netz darstellen können. Bei einem Überschuss an Strom im Netz wird die Solaranlage Muttsee auf Anweisung von Swissgrid die Produktion drosseln. Da die Produktion einzelner PV-Anlagen kleiner ist als die von konventionellen Regelenergie-Kraftwerken, werden PV-Anlagen bei PV4Balancing gemeinsam vermarktet, so Axpo.
Sogenanntes Pooling ermöglicht es, viele kleinere Anlagen wie Blockheizkraftwerke, Batteriespeicher oder flexible Verbraucher zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenzufassen. Diese gebündelte Leistung kann am Regelenergiemarkt angeboten und gezielt eingesetzt werden, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.
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