Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen haben im Jahr 2025 knapp 435 Millionen Euro an Ausgleichszahlungen für nicht eingespeisten Strom erhalten. Dies geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Damit sind die Zahlungen zum zweiten Mal in Folge gesunken. 2023 beliefen sich die Entschädigungszahlungen laut BMWE noch auf 580 Millionen Euro, 2024 waren es 554 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2022 lag der Wert bei 186 Millionen Euro.
Die meisten Zahlungen erhielten 2025 Anlagenbetreiber in Bayern (165 Millionen Euro), Niedersachsen (120 Millionen Euro) und Schleswig-Holstein (54 Millionen Euro).
Um Netzengpässe, also die Überlastung eines Leitungsabschnitts, zu bewältigen, regeln die Netzbetreiber die Stromerzeugung vor dem Engpass herunter und weisen Erzeuger hinter dem Engpass an, zum Ausgleich zusätzlichen Strom zu produzieren. Beides verursacht Kosten. Im Jahr 2024 lagen die gesamten Kosten des Netzengpassmanagements bei rund drei Milliarden Euro. Der finanzielle Ausgleich an die Betreiber von EE-Anlagen ist ein Teil dieser Gesamtkosten.
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