Mehr als 440 Organisationen aus der Bürgerenergie und der dezentralen Energiewende haben gestern einen gemeinsamen Appell zum geplanten Netzpaket an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche übergeben. Dies teilt die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) mit, die den Appell zusammen mit dem Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) und dem Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn) initiiert hat. Zu den Unterzeichnern zählen Energiegenossenschaften, Bürgerinitiativen, Unternehmen aus der EE-Branche, Vereine sowie Verbände mit teils mehreren tausend Mitgliedern.
Die Unterzeichner warnen vor gravierenden Folgen für die Energiewende und wachsender Unsicherheit bei Investitionen in erneuerbare Energien. Mit dem Appell sowie einem offenen Brief fordern sie die Bundesregierung auf, den Entwurf des Netzpakets grundlegend zu überarbeiten und gemeinsam mit den Akteuren der Energiewende Lösungen für einen netzdienlichen Ausbau erneuerbarer Energien zu entwickeln.
Nach Ansicht der Unterzeichnenden drohen zentrale Grundprinzipien der Energiewende geschwächt zu werden – insbesondere der verlässliche Netzanschluss und der Einspeisevorrang für erneuerbare Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dadurch werde die Planungs- und Finanzierungssicherheit für Millionen von Bürgerinnen und Bürgern gefährdet, die in die Energiewende investieren wollen.
»Das Netzpaket würde die Energiewende und damit auch einen großen, zukunftsträchtigen Wirtschaftssektor brutal abwürgen«, sagt Frank Späte, Präsident der DGS.
© PHOTON


