Die mittlere Verfügbarkeit einachsiger Nachführsysteme in Solarparks liegt zwischen 66 und 88 Prozent und damit deutlich unter den von Herstellern häufig angegebenen 99 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Brüsseler Unternehmens 3E und von Statkraft. Hierzu haben die Unternehmen Daten von nachgeführten Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von zwei Gigawatt ausgewertet. Unter diesen befinden sich laut 3E 50 Großanlagen mit einer Betriebszeit von über fünf Jahren. Die Analyse konzentrierte sich auf Daten aus dem letzten Betriebsjahr. Laut 3E ist die Publikation »Assessing Tracker Availability in Solar PV Power Plants: Methods & Insights« eine der ersten groß angelegten Studien zu Trackeranlagen im laufenden Betrieb.
Die Untersuchung identifiziert systematische Probleme mit der Datenqualität, insbesondere bei den Messungen des Trackerwinkels und bei fehlenden Daten. Das Forschungsteam schlägt einen klaren und messbaren Leistungsindikator vor, um Anlagenmanagern, Betriebs- und Wartungsteams sowie Projektentwicklern eine transparentere Bewertung der Tracker-Verfügbarkeit zu ermöglichen.
Einachsige Tracker werden laut 3E in den meisten neuen Photovoltaik-Großprojekten eingesetzt und können den jährlichen Energieertrag je nach Standortbedingungen um 20 bis 35 Prozent steigern. Trotz ihrer weitverbreiteten Nutzung seien Nachführsysteme jedoch selten durch vertragliche Garantien abgedeckt, wodurch Leistungsprobleme oft unbemerkt blieben oder nicht quantifiziert würden.
© PHOTON


