Die Tesvolt Energy GmbH, eine Ausgründung des Speichersystemherstellers Tesvolt AG mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg, möchte den Handel mit kleinen gewerblichen Batteriespeichern profitabel machen. Das in Berlin ansässige Start-up konzentriert sich auf Speicher mit einer Kapazität von 100 kWh bis 10 MWh.
Das Unternehmen bewirbt sein Geschäftsmodell für Gewerbe- und Industriekunden, die über einen ausreichend großen Anschluss ans Niederspannungsnetz verfügen, mit der Möglichkeit, neue Stromspeicher ab 100 kWh schnell ans Netz zu bringen. »Verteilnetzbetreiber erhalten sehr viele Anträge, die für Großspeicher den Anschluss ans Mittel- und Hochspannungsnetz erbitten. Das geben u.a. Bayerns größter Verteilnetzbetreiber Bayernwerk und die Mitnetz Strom bekannt. Wegen nötiger Netzausbaumaßnahmen beträgt die Wartezeit für die Antragsteller meist mindestens fünf Jahre«, so Tesvolt.
»Wir brauchen dringend viel mehr Speicherkapazität im Stromnetz, damit die erneuerbaren Energielieferanten bei starker Sonneneinstrahlung und starkem Wind nicht abgeregelt werden müssen. Statt irrsinnig viele neue Gaskraftwerke zu bauen, um das Stromnetz flexibler zu machen, sollten wir auf klimafreundliche Lösungen setzen«, sagt Sebastian Kratz, Geschäftsführer von Tesvolt Energy.
Tesvolt Energy ermöglicht es Gewerbe und Industrie, im Bereich Front-of-the-Meter am Energiehandel teilzunehmen. Das Unternehmen nimmt Batteriespeicher ab einer Größe von 100 kWh in einen Pool auf. Viele kleinere Speicher bilden so im Verbund ein virtuelles Kraftwerk, dessen Kapazität von den Tradern Enspired, Entrix und The Mobility House gehandelt wird. Voraussetzung ist, dass Gewerbebetriebe über einen Netzanschlusspunkt mit mindestens 50 kW Leistung verfügen.
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