Das österreichische Unternehmen Helioplant installiert derzeit eine Solaranlage mit einer Leistung von 6,3 Megawatt in Sölden. Dies teilte der israelische Speicher- und Wechselrichterhersteller Solaredge Technologies, Inc. mit, dessen Technologie in den sogenannten »Solarbäumen« zum Einsatz kommt, um die Auswirkungen der Eigenverschattung der Module zu minimieren. Die Anlage entsteht auf einer Höhe von 2.850 bis 3.000 Metern. Nach der Fertigstellung im zweiten Halbjahr 2026 soll die Anlage drei Skigebiete der Region mit Solarstrom versorgen und rund ein Drittel ihres jährlichen Energiebedarfs von etwa 28 GWh decken. Dazu gehört die Versorgung verschiedenster Einrichtungen, von Seilbahnsystemen und Gastronomie bis hin zur Schneeproduktion.
Die von Heliotek entwickelten, baumähnlichen PV-Anlagen bestehen aus vier unabhängigen »Flügeln« an einer Säule. Je nach Hangneigung tragen sie insgesamt 15 oder 16 bifaziale Module. Die kreuzförmige Anordnung soll selbst bei niedrigen Windgeschwindigkeiten Luftverwirbelungen erzeugen und so Schneeablagerungen verhindern. Rund um die Struktur bildet sich ein Kolk, also eine natürliche Schneemulde, die Licht auf die Modulrückseite reflektiert und so die Energieerträge zusätzlich steigert.
Die Anlage in Sölden ist die Nachfolgeanlage einer Pilotanlage aus zwölf Solarbäumen, die Helioplant 2023 auf 2.850 m Höhe in Sölden unterhalb des Tiefenbachgletschers im österreichischen Ötztal installiert hat. Auch in diesem Projekt kamen bereits Wechselrichter und Leistungsoptimierer von Solaredge zum Einsatz.
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