Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer des Energiesystemhauses 1Komma5° begrüßt die geplante Abkehr von der festen Einspeisevergütung im EEG 2027. Photovoltaikanlagen seien auch ohne feste staatliche Vergütung wirtschaftlich und wettbewerbsfähig.
»Die Abschaffung der Einspeisevergütung mag auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirken, ist aber tatsächlich eine riesige Chance«, sagt Schall. »Wer den Wechsel in die Direktvermarktung mit einer intelligenten Steuerung kombiniert, kann künftig mehr mit dem eigenen Solarstrom verdienen, als das heutige EEG-Modell und erst recht die Übergangszahlung zulassen. Gleichzeitig ist es die Voraussetzung, um das Stromnetz nachhaltig zu entlasten, da wir Erzeugung, Speicherung, Verbrauch, Kauf und Verkauf endlich in Einklang mit den Signalen des Strommarktes bringen.«
Sein Rat: Spätestens mit dem Ende der Einspeisevergütung sollten Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Planung einer Solaranlage einen Batteriespeicher und eine intelligente Steuerung unbedingt mitdenken. Einige Anbieter am Markt, darunter auch 1Komma5°, seien mit ihren Systemen bereits auf Direktvermarktung vorbereitet.
»Um zukünftig Geld mit eingespeistem Strom zu verdienen, brauchen private Haushalte ein System, das den Strom vollautomatisch dann verkauft, wenn die Preise an der Börse am höchsten sind, und nicht, wenn der Strom erzeugt wird«, sagt Jannik Schall. »Gleichzeitig brauchen wir jetzt Tempo beim flächendeckenden Smart-Meter-Ausbau. Er ist die Voraussetzung, damit möglichst viele Menschen profitieren.«
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