1Komma5°: Haushalte konnten am 26. April bis zu 39 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde verdienen

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Das Energieunternehmen 1Komma5° hat die Auswirkungen der negativen Strompreise des vergangenen Wochenendes an der Börse auf seine Kunden analysiert. Am 26. April traf eine hohe Produktion aus Wind- und Solaranlagen auf eine geringe Nachfrage. »Wer seinen Strom mit einem dynamischen Tarif bezieht und intelligent aussteuert, konnte dadurch am Sonntag fürs Stromverbrauchen bis zu 39 Cent pro Kilowattstunde inkl. Steuern, Netzentgelte und sonstige Abgaben erhalten«, teilt 1Komma5° mit.

Bereits am Freitag sanken die Preise ab Mittag für über fünf Stunden in den negativen Bereich (max. -39,50 Euro/MWh). Noch stärker fielen die Preise am Samstagmittag. Insgesamt verblieben die Preise neun Stunden und 15 Minuten im negativen Bereich und sanken auf bis zu -201,70 Euro pro Megawattstunde. Das entspricht rund -20 Cent je Kilowattstunde vor Steuern und Abgaben. Der Höhepunkt negativer Preise wurde schließlich am Sonntag erreicht. Acht Stunden und 15 Minuten lang lagen die Preise unter null Euro. Um 14 Uhr kostete eine Megawattstunde Strom -480 Euro/MWh, was -48 Cent/kWh vor Steuern und Abgaben entspricht. Dies ist der niedrigste Wert seit Juli 2023, als der Preis kurzzeitig den negativen Maximalbetrag des Marktes von -500 Euro pro Megawattstunde erreichte. Alle Angaben wurden von 1Komma5° auf der Plattform Smard.de der Bundesnetzagentur abgerufen.

»In letzter Zeit hört und liest man häufig, die Erneuerbaren seien schuld an steigenden Strompreisen, doch das Gegenteil ist der Fall«, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1Komma5°. »Zum einen zeigen die negativen Börsenstrompreise, wie stark die erneuerbaren Energien den Strompreis in Deutschland senken. Zum anderen sind so hohe negative Preise auch ein Symptom von zu wenig Flexibilität im Stromnetz und zu wenig Speicherkapazitäten. Großbatterien und Heimspeicher könnten den Strompreis stabilisieren und letztendlich für alle senken.«
Trotz der vergleichsweise hohen Steuern und Abgaben sorgten die negativen Börsenpreise auch für negative Endkundenpreise. Im Schnitt über alle Kundinnen und Kunden von 1Komma5°, die ihren Strom über den dynamischen Tarif beziehen und intelligent über Heartbeat AI optimieren, fiel der Preis am Sonntag inkl. aller Steuern und Abgaben auf bis zu -35 Cent/kWh. In Gebieten mit besonders niedrigen Netzentgelten sogar auf -39 Cent/kWh.

Wer aber am Sonntag sein Auto automatisch genau in der Phase negativer Endkundenpreise geladen hat, konnte laut 1Komma5° mit einer durchschnittlichen Wallbox mit 11-kW-Leistung knapp 47 kWh laden. Das entspricht etwa der Batterie eines elektrischen Mini Coopers. Dafür hätte man gut neun Euro erhalten. Mit einer 22-kW-Wallbox wären in der gleichen Zeit sogar knapp 94 kWh und 18 Euro Gewinn möglich gewesen.
»Damit man nicht selbst die Börsenpreise im Blick haben muss, setzt man am besten eine intelligente Steuerung ein«, sagt Jannik Schall. »Sie entscheidet ganz automatisch und ohne eigenes Zutun, wann das E-Auto oder der Speicher geladen werden sollten, um den günstigsten Preis und damit den saubersten Strom zu bekommen. Ein flächendeckender Roll-out zeitvariabler Netzentgelte könnte für Kunden außerdem noch weitere Sparpotenziale erzielen.«

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