1-Komma5°-Umfrage: Trotz hohem Interesse nutzen nur sechs Prozent der Stromkunden dynamische Tarife

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Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland wäre bereit, den eigenen Stromverbrauch flexibel an schwankende Börsenstrompreise anzupassen. Trotzdem sind dynamische Stromtarife, die genau das ermöglichen, noch immer ein Randphänomen. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Energieunternehmens 1Komma5° hervor.

Auf die Frage, inwieweit die Menschen bereit seien, den Betrieb großer Verbrauchsgeräte (zum Beispiel E-Auto, Wärmepumpe, Waschmaschine oder Geschirrspüler) in Zeiten günstiger Strompreise zu verlegen beziehungsweise zu Zeiten höherer Preise nicht zu nutzen, antworteten zwölf Prozent, sie seien sehr bereit und würden ihren Alltag sogar aktiv danach ausrichten.

Weitere 37 Prozent sind eher bereit und würden das zumindest mit einigen Geräten tun, wenn es sich finanziell lohnt. 20 Prozent gaben an, dazu eher nicht bereit zu sein, während knapp ein Fünftel (18 Prozent) dies gänzlich ausschloss. 13 Prozent machten keine Angabe.
Dem Wunsch vieler Menschen nach Flexibilisierung steht jedoch die geringe Verbreitung dynamischer Stromtarife gegenüber. Grundvoraussetzung, um den Stromverbrauch zu verschieben, sind nämlich ein intelligenter Stromzähler (Smart Meter) und ein dynamischer Stromtarif.

Lediglich sechs Prozent der Befragten gaben an, einen solchen Tarif zu nutzen. Am häufigsten wurde die Zufriedenheit mit dem aktuellen Stromtarif (36 Prozent) als Hinderungsgrund genannt. Auf Platz zwei der Hinderungsgründe folgt die fehlende technische Ausstattung (fehlende Smart Meter) mit 22 Prozent. Zudem gaben 20 Prozent an, Sorge vor höheren Kosten als beim Festpreistarif zu haben.

»Dass Millionen von Menschen bereit sind, ihren Stromverbrauch flexibel an schwankende Preise anzupassen, ist eine gute Nachricht für Deutschland«, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1Komma5°. »Da ist es fast schon paradox, dass nur wenige Menschen dynamische Stromtarife nutzen. Wir müssen dieses gewaltige Potenzial jetzt heben.«

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