Verbindungen der Schweizer Energielobby in das Parlament

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat ein neues Online-Tool »energielobby.ch« veröffentlicht. Unter dem Titel »Die Energielobby im Bundeshaus« sind im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen sämtliche Lobby-Verbindungen der Parlamentarier im Bereich Energie und Klima in der Legislaturperiode 2015 bis 2019 öffentlich dargestellt – und damit ein energiepolitisches Netzwerk aller Parlamentarier mit Kontakten und/oder Mandaten in Unternehmen, Verbände oder Organisationen energierelevanter Branchen wie Elektrizität, Gebäude oder Verkehr. Nach Angaben der Stiftung solle das Tool »zur Transparenz in einem umkämpften aber gleichzeitig immer wichtiger werdenden Politik-Bereich beitragen«.
Aus der Darstellung lässt sich für sieben Bereiche von Atomenergie über die Erneuerbaren bis hin zum Verkehr der Einfluss von Dach- und Mitgliederverbände auf die Parteien und Parlamentarier ablesen. Daraus erschließt sich beispielsweise, welche Posten der Präsident des Nuklearforums als Nationalrat (FDP) in weiteren Verbänden bekleidet. Die gleiche Transparenz gilt auch für den Präsidenten von Swissolar als SP-Nationalrat und dessen Leitungsfunktionen in anderen Organisationen der erneuerbaren Energien.
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