Verbände in Baden-Württemberg fordern Solarpflicht im Koalitionsvertrag festzuschreiben

In Baden-Württemberg sollen »verbindliche regionale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien festgelegt« und überdies »die Solarpflicht auf alle neuen Dächer ausgeweitet« werden. Dies fordert ein Bündnis von 13 Organisationen und Verbänden anlässlich des Beginns der Koalitionsverhandlungen. Sie appellieren an Grüne und CDU, »Klimaschutz und Klimagerechtigkeit eine bedeutende Rolle im Koalitionsvertrag einzuräumen«. Der Appell wurde dem CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl übergeben.
Eine der ersten Amtshandlungen der neuen Regierung müsse es sein, das im letzten Jahr verabschiedete Klimaschutzgesetz zu novellieren. Hierbei sei insbesondere die Wärmewende essenziell. Die neue Landesregierung müsse »allen Gemeinden den Weg freimachen, sich für Wärme- und gegen Erdgasnetze zu entscheiden«. Weitere Forderungen betreffen unter anderem die Verkehrswende (eine Milliarde Euro pro Jahr zur Verbesserung des Nahverkehrsangebots sowie des Ausbaus von Radwegen), die Einführung eines »Klimavorbehalts« (Klimaverträglichkeitsprüfung für jedes neue Gesetzesvorhaben) sowie ein Verzicht auf Geldanlagen des Landes, wenn diese »nicht 1,5-Grad-kompatibel sind«.
Unterzeichner des Appells sind BUND, NABU, NAJU, BUNDjugend, KDA Württemberg & Baden, PARITÄTISCHER Baden-Württemberg, Allianz Mobilitätswende für Baden-Württemberg, Naturfreunde Baden-Württemberg, Landesjugendring, Fridays for Future BW, DEAB, Solar Cluster Baden-Württemberg und das Umweltinstitut München e.V..
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