US-Energieministerium fördert Cadmiumtellurid-Forschung

Das US-Energieministerium (Department of Energy, DOE) fördert mit 20 Millionen Dollar ein Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Firmen mit dem Ziel, die technische Entwicklung von Cadmiumtellurid-(CdTe-) Dünnschichtsolarzellen voranzubringen und neue Märkt für die Technologie zu erschließen. Die Koordinierung obliegt dem Erneuerbare-Energien-Forschungsinstitut des DOE, NREL (National Renewable Energy Laboratory).
Angeführt wird das Konsortium von der University of Toledo, weitere Partner sind die Colorado State University und die Sivananthan Laboratories. Industriepartner des Konsortiums sind die First Solar Inc., der größte und im globalen Maßstab auch einzige bedeutende CdTe-Modulhersteller, sowie die Toledo Solar Inc., ein 2019 gegründetes, auf Gebäudeintegration und fahrzeugintegrierte Photovoltaik spezialisiertes Unternehmen. Toledo gilt als »Heimat« der CdTe-Technologie in den USA, hier entstand aus einer 1984 erfolgten Ausgründung der University of Toledo die Solar Cells Inc. (SCI), deren Verkauf wiederum 1999 den Grundstein für die Gründung von First Solar legte.
Zu den Zielen des Konsortium gehören die Entwicklung neuer Methoden für das Dotieren von CdTe-Zellen, neuer Kontaktierungsmaterialien und die Arbeit an bifacialen Modulen. Die Initiative steht laut Mitteilung des DOE ausdrücklich auch im Zusammenhang mit dem Bemühen der US-Regierung, inländische Versorgungsketten zu fördern und die Abhängigkeit von importierten Erneuerbare-Energien-Produkten zu verringern. Der im Februar vom DOE veröffentlichte Bericht zu Photovoltaik-Lieferketten (Solar Photovoltaics Supply Chain Review Report) nennt CdTe als Technolgie, die im Rahmen der Verfügbarkeit der Materialien ein relativ geringes Risiko birgt, durch kostengünstiger arbeitende Wettbewerber aus dem Ausland überholt zu werden.
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