Studie: Bis 2030 könnte der afrikanische Photovoltaikmarkt auf einen Jahreszubau von 30 Gigawatt wachsen

Um den wachsenden Energiebedarf auf dem afrikanischen Kontinent nachhaltig und günstig zu decken, sei ein massiver Photovoltaikzubau erforderlich. Die Attraktivität für Investoren in potenzielle Solarmärkte hänge dabei nicht in erster Linie von der Sonneneinstrahlung ab – entscheidender seien die örtlichen Rahmenbedingungen, der Marktzugang für ausländische Investoren sowie die politische Stabilität. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie »Solarize Africa«, die gemeinsam vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und dem Becquerel Institut vorgestellt wurde.
Zu den großen Hemmnissen eines stärkeren Photovoltaikzubaus gehöre demnach in vielen untersuchten Regionen veraltete und mangelhafte Netzinfrastrukturen. In nur schwach elektrifizierten Ländern könnten netzunabhängige Solarstrom- und Speicherlösungen mitunter günstiger zur Elektrifizierung führen als der Ausbau der Stromnetze, sagt Gaëtan Masson, Geschäftsführer des Becquerel Instituts.
Staatliche Förderprogramme und internationale Organisationen unterstützten den Photovoltaikausbau zwar vielerorts – eine flächendeckende Elektrifizierung können sie allerdings nicht leisten. »Damit sich die Photovoltaik in Afrika durchsetzen kann, braucht es kluge Geschäftsmodelle. Dabei müssen auch diejenigen, die nicht über die Mittel für eine eigene Photovoltaikanlage verfügen, von der Solarstromerzeugung profitieren können.«
Die installierte Leistung aller Solarstromanlagen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent betrage derzeit rund fünf Gigawatt. 2018 wurde etwas mehr als ein Gigawatt Photovoltaikkapazität installiert. Bis 2030 könnte der afrikanische Photovoltaikmarkt auf einen Jahreszubau von 30 Gigawatt wachsen.
Die Marktstudie »Solarize Africa« gibt es als PDF (48 Seiten) kostenfrei auf Englisch zum Download unter »www.solarwirtschaft.de«.
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