Stadtwerke München und Projektpartner planen 100-Megawatt-Anlage auf Rügen

Die Stadtwerke München (SWM) und die Stadtwerke Augsburg (SWA) planen gemeinsam mit der Augsburger Hessing Stiftung den Bau eines Solarkraftwerks mit 100 Megawatt Leistung auf der Insel Rügen. Das Projekt soll keine Förderung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten. Die EEG-Ausschreibungen erlauben wegen der Begrenzung auf maximal 20 Megawatt Leistung die Umsetzung solcher Vorhaben nicht. Aktuell bieten die Vermarktung außerhalb des EEG zudem auch höhere Erlöse für den erzeugten Strom.
Die Anlage soll auf 100 Hektar Fläche mit wenig ertragreichen Böden entstehen, die zum landwirtschaftlichen Betrieb Gut Güttin gehören. Das Gut ist im Besitz der Hessing Stiftung, Trägerin einer Klinik mit orthopädischem Schwerpunkt in Augsburg. Der Bau des Solarparks soll mit Maßnahmen verbunden werden, »die der Natur ermöglichen, verlorene Lebensräume zurückzuerobern«. Zudem soll die Gemeinde Dreschwitz, zu der die Fläche gehört, durch die für solche Projekte mögliche freiwillige Kommunalabgabe finanziell profitieren.
Die SWM, deren Anteil 70 Prozent betragen wird, benötigen die Stromerträge eigenen Angaben zufolge für Erfüllung ihres Versorgungsauftrags. Zwar betreiben sie gut 70 Erneuerbare-Energien-Anlagen und planen auch noch weitere, aber »regional lässt sich nicht so viel Ökostrom erzeugen, wie München braucht«, so Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer des Unternehmens. Die Motivation der SWA für ihre Beteiligung ist ähnlich.
© PHOTON

Verwandte Nachrichten