Sonne schlägt weltweit Kohle

Weltweit ließen sich 32 Milliarden Dollar pro Jahr sparen, würde man bis zu 800 Gigawatt (GW) bestehender Kohlekraftwerkskapazitäten durch Erneuerbare-Energien-Kraftwerke ersetzen. Denn nicht nur die Kosten für Strom aus Photovoltaik und Windenergie seien gesunken. Vielmehr unterböten die Erneuerbaren auch zunehmend die reinen Betriebskosten bestehender Kohlekraftwerke, heißt es in dem Report »Renewable Power Generation costs in 2020« der Internationalen Energieagentur IRENA. Demnach liegen allein in den USA die Betriebskosten bei 77 bis 91 Prozent der kohlebefeuerten Kraftwerke oberhalb der Betriebskosten von neuen Solarkraftwerken.
Die durchschnittlichen Stromgestehungskosten (LCOE) aller Photovoltaikanlagen sanken zwischen 2010 und 2020 weltweit um 85 Prozent von 0,381 Dollar pro Kilowattstunde auf 0,057 Dollar pro Kilowattstunde im Jahr 2020. Die durchschnittlichen Stromgestehungskosten allein von PV-Kraftwerken im industriellen Maßstab sanken im gleichen Zeitraum zwischen 77 und 88 Prozent. In absoluten Zahlen: Die Kosten für im Jahr 2020 in Betrieb genommene Projekte lagen bei 883 Dollar pro Kilowatt - 81 Prozent niedriger als im Jahr 2010 und 13 Prozent niedriger als im Jahr 2019. Im vergangenen Jahre fielen die Kosten bei konzentrierender Solarenergie (CSP) im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent, bei Onshore-Wind um 13 Prozent und bei Offshore-Wind um neun Prozent.
»Erneuerbare Energien sind heute die günstigste Energiequelle«, sagte IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera. Sie böten Ländern, die an Kohle gebunden seien, »eine wirtschaftlich attraktive Ausstiegsagenda, die sicherstellt, dass sie den wachsenden Energiebedarf decken und gleichzeitig Kosten sparen, Arbeitsplätze schaffen, das Wachstum ankurbeln und die Klimaziele erreichen«.
Die Studie »Renewable Power Generation Costs in 2020« gibt es kostenfrei als PDF (180 Seiten) unter »www.irena.org«.
© PHOTON

Verwandte Nachrichten