Solarwatt nimmt Modulproduktionsanlage in Betrieb

Die Dresdener Solarwatt GmbH hat in der sächsischen Landeshauptstadt die eigenen Angaben zufolge »größte Produktionsanlage Europas« für Glas-Glas-Solarmodule in Betrieb genommen. Die ersten dort produzierten Module werden in der kommenden Woche ausgeliefert.Die neue Solarmodulfertigung hat eine Grundfläche von rund 3.500 Quadratmeter und eine Produktionskapazität von 300 Megawatt pro Jahr.
In unmittelbarer Nähe zur neuen Modulfertigung ist in den vergangenen Monaten auf einer Größe von etwa 2.500 Quadratmeter überdies eine Batteriespeicherproduktion entstanden. Hier findet die Endmontage des Stromspeichers Battery flex statt, den Solarwatt gemeinsam mit der BMW Group entwickelt hat. Außerdem fertigt der Automobil-Zulieferer Webasto im Auftrag von Solarwatt in Bayern das Zellmodul für den Batteriespeicher. Diese ebenfalls neue Produktionsstätte hat eine Grundfläche von etwa 300 Quadratmeter und stellt in rund zwei Minuten ein Zellmodul her. Die Produktion in den beiden Batteriespeicher-Fertigungen ist Anfang September angelaufen. Insgesamt investiert Solarwatt in den nächsten Jahren über 100 Millionen Euro, davon rund 35 Millionen in die drei neuen Produktionsstätten.
Das Unternehmen will darüber hinaus die Kopplung der Sektoren Energie, Mobilität und Wärme vorantreiben. »Ein Hausbesitzer, der ein Elektroauto und eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Batteriespeicher betreibt, senkt die eigenen CO2-Emissionen um bis zu 90 Prozent«, erklärt Geschäftsführer Detlef Neuhaus.
Solarwatt beschäftigt weltweit rund 600 Mitarbeiter, davon mehr als 400 in Dresden. Bis zum Jahr 2025 sollen weitere 400 neue Stellen hinzukommen.
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