PVA erwartet für 2018 Rekordjahr für Solarstromzubau in Österreich

Der Bundesverband Photovoltaik Austria (PVA) rechnet damit, dass 2018 ein neues Rekordjahr für den Photovoltaikzubau in Österreich wird. Die Ausschreibung der ersten Photovoltaikförderrunde 2018 sei im Wesentlichen abgeschlossen. »Durch die Neuregelung der Vergabe im Zuge der kleinen Ökostromnovelle konnte das Vergabevolumen annähernd verdoppelt werden«, so der Verband. Durch die neue Berechnungsmethode, bei welcher der Eigenverbrauch der Anlagen eingerechnet wird, können mit dem festgelegten Förderbudget von jährlich acht Millionen Euro über 40 Prozent mehr Anlagen errichtet werden. »Dieser zusätzliche Ausbau kostet keinen Euro mehr«, so Hans Kronberger vom PVA. Magnus Brunner, Vorstand der für die österreichische Photovoltaikförderung zuständigen Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG), geht davon aus, »dass wir so gut wie alle Förderanträge zufrieden stellen und 166 Megawatt an installierter Leistung fördern können«.
Wie berichtet, hatte es Anfang Januar bereits wenige Minuten nach Beginn der diesjährigen Fördermittelvergabe rund 3.000 Online-Antragsteller gegeben. Die Förderzusagen werden 2018 erstmals nicht nach dem Windhund-Prinzip vergeben, sondern nach der geplanten Höhe des Eigenversorgungsanteils. Gefördert werden kleine Anlagen von fünf bis 200 Kilowatt Leistung auf oder an Gebäuden pro eingespeister Kilowattstunde, überdies gibt es einen Investitionszuschuss von 30 Prozent bis zu einem maximalen Betrag von 250 Euro pro Kilowatt installierter Leistung.
Die nächste Antragswelle wird für den 12. März erwartet. Dann startet die Förderunde für größere Anlagen sowie Stromspeicher. Als Fördermittel stehen hier neun Millionen Euro für den Photovoltaikausbau sowie sechs Millionen Euro für die Förderung von Speichern zur Verfügung.
Nach PVA-Angaben sei weiterhin ungeklärt, ob die Förderschiene für Kleinanlagen bis fünf Kilowatt, die besonders bei Eigenheimbesitzern gefragt ist, wieder ausgeschrieben werde.
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