PV Austria kritisiert mangelnde Forschungsförderung

Ausgaben für Photovoltaikforschung der öffentlichen Hand in Österreich 2011 bis 2021 (Werte für 2020 und 2021 sind Schätzungen der Technologieplattform Photovoltaik)

Der Bundesverband Photovoltaic Austria und die »Technologieplattform Photovoltaik« (TPPV) fordern eine »breit angelegte Photovoltaik-Forschungsinitiative« in Österreich. Bei einer Pressekonferenz am Montag (26. April) legten Vertreter der österreichischen Solarbranche Zahlen vor, denen zufolge die verfügbaren Fördermittel für Photovoltaikforschung von rund elf Millionen Euro im Jahr 2016 auf nur noch vier Millionen Euro im laufenden Jahr zurückgingen. Dies führe dazu, »dass international hoch anerkannte Forscherinnen und Forscher sowie die dazu benötigte Infrastruktur abzuwandern drohen«, sagte Hubert Fechner, Leiter des Institus für Erneuerbare Energie der Fachhochschule Technikum Wien und Obmann der TPPV. Dabei könne das Land nach Einschätzung der TPPV »durch innovative Photovoltaiklösungen, die speziell im Bereich der Integration und Doppelnutzung im Gebäude-, Verkehrs- und Agrarbereich liegen« bis zum Jahr 2030 mindestens 60.000 Arbeitsplätze schaffen und außerdem »tausende weitere« im Bereich der Stromspeicherung.
TPPV und Photovoltaic Austria fordern deshalb von der österreichischen Bundesregierung deutlich mehr Fördermittel vor allem in den Marktsegmenten der Bauwerkintegration, der Integration ins Energiesystem (z.B. Energiegemeinschaften), der Mobilität (Lärmschutz, Bahntrassen, Straßen und Verkehrsflächen) sowie der Landwirtschaft (Agrar-Photovoltaik und schwimmende Photovoltaik). Hierfür sei »in der Startphase« ein Fördervolumen von 40 bis 60 Millionen Euro pro Jahr erforderlich.
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