Prognose: Weltweite Photovoltaiknachfrage sinkt im dritten Quartal erheblich

Das US-Analystenhaus GTM Research erwartet, dass es im dritten Quartal 2018 das niedrigste Niveau der weltweiten Photovoltaiknachfrage seit 2015 geben wird. Erst im vierten Quartal werde die Nachfrage unter Führung der USA wieder anziehen. Dies geht aus dem »Global Solar PV Demand Monitor Q2 2018« des Beratungsunternehmens hervor.
Die globale PV-Nachfrage werde demnach im Jahr 2018 auf 85,2 Gigawatt (GW) sinken, bisher hatte GTM Research 103,5 GW erwartet. Die chinesische Nachfrage im Jahr 2018 senkt GTM von 48,2 GW auf 28,8 GW. Hintergrund sei die von der chinesischen Regierung im Juni angekündigten Änderungen der Solarpolitik des Landes, was auf den Weltmarkt durchschlagen werde. China werde nun zwischen 2018 und 2022 rund 141 GW installieren, prognostiziert GTM, zuvor war man von 206 GW ausgegangen.
Da sich die Entwicklung des chinesischen Marktes verlangsamt, fielen die Modulpreise infolge des gestiegenen Überangebots schneller. Daher werde es in einigen Märkten - insbesondere in Europa - zu einer verstärkten Installationstätigkeit kommen. Ungeachtet dessen mache Asien bis 2020 weiterhin mindestens 50 Prozent der weltweiten jährlichen Installation aus. Allein drei Schlüsselmärkte - China, Indien und Japan – hätten bis 2023 einen Weltmarktanteil von 20 Prozent, so GTM. Der Anteil der nordamerikanischen und europäischen Installationen im Vergleich zu den weltweiten Installationen bleibe mit durchschnittlich 16 Prozent beziehungsweise 12 Prozent bis 2023 relativ stabil. Der Mittlere Osten verdreifache demgegenüber seinen Anteil an der weltweit installierten Leistung von drei Prozent im Jahr 2018 auf neun Prozent im Jahr 2023. Lateinamerika werde bis 2023 durchschnittlich sieben Prozent der weltweiten Installationen ausmachen. Die drei wichtigsten Märkte (Mexiko, Brasilien und Chile) tragen 81 Prozent der Leistungserweiterungen der Region, so die Erwartungen von GTM.
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