Photovoltaik ist in weiten Teilen der Welt die billigste Form der Stromerzeugung

Am HZB erforschen Wissenschaftler Solarzellen der nächsten Generation. Das Bild zeigt das Helmholtz-Innovationslabor HySPRINT am HZB.

Kostensenkungen und der schnelle Ausbau der Produktionskapazitäten machen die Photovoltaik »zu einer der attraktivsten Technologien für einen globalen Energiewendeprozess«, erklären die Photovoltaikforschern der Global Alliance for Solar Energy Research Institutes (GA-SERI) im Fachmagazin »Science«. Nicht nur der Strombereich, sondern auch Transport, Heizung, Industrie und chemische Prozesse »werden in Zukunft vor allem durch Sonnenenergie versorgt, weil sie bereits die günstigste Form der Stromerzeugung in weiten Teilen der Welt sind«.
Rutger Schlatmann, Experte für Photovoltaik und Direktor von PVcomB sowie Bereichssprecher für erneuerbare Energien am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), betont nicht nur »das große Potenzial der Photovoltaik für den Klimaschutz, sondern auch die damit verbundenen enormen Chancen für die Wirtschaft«. Die installierte Leistung steige schneller als erwartet, sagt das HZB. Bis 2018 waren weltweit 500 Gigawatt installiert. Im Jahr 2030 erwarten Experten 10 Terawatt und bis 2050 rund 30 bis 70 Terawatt installierte Photovoltaikleistung weltweit. Die Lernkurve für die Photovoltaik zeige von 1976 bis 2018, dass »die Kosten um 23 Prozent pro Verdoppelung der installierten Leistung gesenkt werden«. Experten gehen davon aus, dass diese Kostensenkung anhalten wird.
Die Global Alliance for Solar Energy Research Institutes besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE (Deutschland), dem National Institute of Advanced Industrial Science and Technology AIST (Japan) und dem National Renewable Energy Laboratory NREL (USA). Seit 2016 diskutiert diese internationale Expertengruppe, erweitert um Forscher aus anderen Gruppen und Ländern, regelmäßig die Herausforderungen für den Einsatz der Photovoltaik zur Erreichung der globalen Klimaziele.
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