Österreich startet erste Photovoltaikförderung des Jahres

In Österreich ist die erste Etappe der Photovoltaikförderung 2019 angelaufen. Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) beobachtete »einen großen Andrang«. Gefördert werden Photovoltaikanlagen auf Gebäuden bis zu einer Größe von 200 Kilowatt mittels eines Einspeisetarifs von 7,67 Cent/Kilowattstunde sowie eines einmaligen Investitionszuschusses von 250 Euro (maximal 30 Prozent der anrechenbaren Errichtungskosten). Seit einer Modifizierung des Fördersystems 2017 (Reihung der Anträge nach Eigenverbrauchsanteil) kann um rund 40 Prozent mehr Solarleistung gefördert werden.
Am 11. März startet die 2. Fördermöglichkeit 2019 mittels Investitionsförderung für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Es stehen neun Millionen Euro für die Förderung von Solarstromanlagen und weitere sechs Millionen Euro für die Förderung von Stromspeichern zur Verfügung. Photovoltaikanlagen bis 500 Kilowatt sowie Stromspeicher erhalten einen einmaligen Investitionszuschuss.
PVA-Geschäftsführerin Vera Immitzer fordert, dass das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), das ab 2020 in Kraft treten soll, sowohl innovativ sein müsse als auch einen massiven Ausbau ermöglichen solle. Das von der zuständigen Bundesministerin Elisabeth Köstinger Anfang Dezember 2018 präsentierte Eckpunktepapier sei »eine gute Arbeitsgrundlage für das EAG im Sinne einer 100 Prozent erneuerbaren Stromversorgung bis 2030«. Photovoltaik werde etwa 15 Gigawatt dazu beitragen.
Der Verband fordert die effiziente Ausgestaltung des Fördersystems, bestehend aus »Investzuschuss für kleinere Anlagen, Wahlfreiheit zwischen Investzuschuss und Marktprämie für Anlagen bis 500 Kilowatt sowie darüber hinaus eine technologiespezifische Ausschreibung der Marktprämie«. Für alle Marktteilnehmer müssten »wohlwollende Rahmenbedingungen« geschaffen werden, um die notwendigen Investitionen auszulösen. Dazu zählten insbesondere die Abschaffung der Eigenverbrauchsabgabe, die Anlagenerweiterung ohne Förderverlust oder die Ermöglichung grundsätzlich neuer Betriebskonzepte.
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