Meyer Burger konzentriert Kapazitätsausbau vorerst auf Deutschland

Die Meyer Burger AG erweitert ihre Modulproduktion in Freiberg (Sachsen) von derzeit 1,0 auf 1,4 Gigawatt (GW) Jahreskapazität und benötigt hierfür einer Mitteilung zufolge die komplette Kapazität ihrer Solarzellenproduktion in Thalheim (Bitterfeld-Wolfen, Sachsen-Anhalt). Die dort gefertigten Zellen würden »nun zunächst kurzfristig in Deutschland statt in den USA verarbeitet werden«.
Noch Ende März hatte das Schweizer Unternehmen angekündigt, den Ausbau seiner Zellproduktion von 1,0 auf 1,4 GW für die Belieferung seiner in Goodyear (US-Bundesstaat Arizona) geplanten Modulproduktion zu nutzen. Diese solle mit 0,4 GW Kapazität Ende dieses Jahres in Betrieb gehen und könne perspektivisch auf 1,5 GW erweitert werden. »Mittelfristig«, heißt es nun, werden man diese Pläne auch weiter verfolgen, die Vorbereitung hierzu habe »plangemäß im ersten Quartal 2022 begonnen«. Die für den geplanten weiteren Ausbau der Modulfertigungskapazitäten erforderliche Steigerung bei der Zellproduktion sei ebenfalls in Vorbereitung, Flächen in einem dem Thalheimer Werk benachbarten Gebäude seien bereits angemietet.
Aktuell begegne man nun aber der auch durch den Krieg in der Ukraine »angespannten Lage« und nutze Vorteile durch den Ausbau bereits bestehender Fertigungen sowie »die Vermeidung langer Transportzeiten von Maschinen und Anlagen in die USA«. Einerseits heißt es, hierdurch sollten auch »Lieferkettenrisiken minimiert« werden, anderseits werde aber der Vertrieb von Solarmodulen in den USA – die nun ja vorerst aus Europa dorthin verschifft werden müssen – »weiterhin wie geplant verfolgt und ist von der Entscheidung unberührt«.
Bis 2026 will Meyer Burger seine Zell- und Modulfertigungskapaziät auf jeweils fünf GW erhöhen, für 2027 werden sieben GW angestrebt.
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