Masdar plant zehn Gigawatt PV und Windkraft in Aserbaidschan

Das Erneuerbare-Energien-Unternehmen Masdar (Abu Dhabi Future Energy Company) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat mit dem Energieministerium von Aserbaidschan Vereinbarungen zur Entwicklung von Photovoltaik- und Windkraftprojekten mit einer Gesamtleistung von zehn Gigawatt abgeschlossen. Hiervon fallen vier Gigawatt in eine erste und sechs Gigawatt in eine zweite Phase. Konkrete Angaben zum Terminplan oder dem Investitionsvolumen machte das Unternehmen nicht. Zwei »Durchführungsvereinbarungen« für jeweils ein Gigawatt Photovoltaik und Onshore-Windkraft seien bereits im Juni unterzeichnet worden, heißt es in einer Mitteilung.
Masdar gab die Vereinbarungen gleichzeitig mit dem Abschluss der Finanzierung für das 230 Megawatt-Solarkraftwerk »Garadagh« nahe der Ortschaft Alat im Osten Aserbaidschans bekannt. Die Anlage befindet sich bereits seit März im Bau und soll Anfang 2023 in Betrieb gehen. Bereits im Juni wurde für das Projekt die Lieferung der Solarmodule durch den chinesischen Solarkonzern Longi Green Energy Technology Co. Ltd. vereinbart (Foto).
Finanzierungspartner sind der Abu Dhabi Fund for Development, die Asian Development Bank, die Japan International Cooperation Agency und die European Bank for Reconstruction and Development (EBRD). Das Kreditvolumen beträgt laut einer Mitteilung der EBRD 114,2 Millionen Dollar (111.7 Millionen Euro). Garadagh ist den Angaben zufolge Aserbaidschans erstes privates Photovoltaikprojekt im Kraftwerksmaßstab. Der jährliche Stromertrag wird auf bis zu 558 Gigawattstunden taxiert, also gut 2.460 Kilowattstunden je Kilowatt installierter Leistung.
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