Japanisches Konsortium kauft niederländischen Energiekonzern und Ökostromanbieter Eneco

Der Gesellschafterausschuss der niederländischen Eneco Group und ein von der Mitsubishi Corporation geführtes Konsortium haben sich auf den Verkauf aller Eneco-Anteile mit einem Gesamtwert von 4,1 Milliarden Euro geeinigt. Die Mitsubishi Corporation (80 Prozent) und der drittgrößte japanische Energieversorger Chubu Electric Power Company (20 Prozent) werden die geplante Transaktion vollständig aus liquiden Mitteln finanzieren. Nach Angaben des Unternehmens wird Eneco zum europäischen Zentrum für alle energiebezogenen Aktivitäten von Mitsubishi und Chubu.
Eneco ist eine Unternehmensgruppe, die im Energiesektor tätig ist und hauptsächlich Ökostrom erzeugt und liefert. 2019 belief sich die Produktionskapazität bislang auf rund 3.500 Megawatt (MW), darunter rund 2.100 MW Windkraft und 294 MW Photovoltaik. Der Konzern hat eine ganze Reihe europäischer Firmen und Marken in seinem Portfolio. Im Dezember 2018 hatte Eneco alle Anteile am deutschen Ökostromanbieter Lichtblick SE übernommen, an dem die Niederländer bereits sei Januar 2017 mit 50 Prozent beteiligt waren.
Mitsubishi plant, einen Teil seiner Offshore-Windaktivitäten (mehr als 400 MW) auf Eneco zu übertragen. Name und Marken bleiben unverändert, Hauptsitz bleibt Rotterdam. Die Gemeinde ist mit 31,69 Prozent bislang der größte der insgesamt 44 niederländischen kommunalen Aktionäre. Es wird erwartet, dass der Prozess vor dem Sommer 2020 abgeschlossen wird.
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