Indiens Modulimporte stiegen im Vorfeld neuer Importzölle um 210 Prozent

Die indischen Projektentwickler haben im ersten Quartal 2022 Solarmodule mit einer Leistung von 9,7 Gigawatt importiert. Das ist gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres mit 3,13 Gigawatt eine Steigerung um 210 Prozent, so das Beratungsunternehmen Mercom India Pvt Ltd. Hintergrund sei, dass – wie berichtet – zum 1. April eine neue Zollverordnung (Basic Customs Duty, BCD) in Kraft getreten ist. Viele Unternehmen hätten sich im Vorfeld mit Material eingedeckt und die Module eingelagert. Die neuen Zölle verteuern die Importe ab April den Angaben zufolge um 40 Prozent.
Der Hauptanteil der nach Indien eingeführten Solarmodule stammt aus China, allein im März importierten die 20 größten indischen Solarprojektentwickler von dort nach Marcom-Angaben 4,2 Gigawatt Gesamtleistung. Auf die fünf größten Entwickler entfielen demnach in dem Monate rund 38 Prozent der Gesamteinfuhren. Größter Lieferant im ersten Quartal war laut Mercom Jinko Solar, gefolgt von Trina Solar, JA Solar, Longi und Canadian Solar.
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