Griechenland plant Auktion für Windkraft und Photovoltaik im Mai

Griechenlands Regulierungsbehörde für Energie (RAE) will im Mai 2021 seine dritte gemeinsame Auktion für Windkraft- und Photovoltaikprojekte durchführen. Nach Einschätzung des Analystenhauses Global Data werden solche Auktionen für erneuerbare Energien den Erzeugungsmix des Landes weiterhin deutlich verändern. Im Jahr 2018, als die Auktionen eingeführt wurden, trugen Wind und PV zusammen rund 28 Prozent zum Erzeugungsmix bei, so das Unternehmen. Es wird erwartet, dass der Anteil Ende 2020 bei rund 35 Prozent liegt, und »der Anstieg auf den Erfolg der Auktion für erneuerbare Energien zurückgeführt« werden könne. Mohit Prasad, Projektmanager bei Global Data, schätzt, dass allein der Solarstromanteil Ende 2020 rund 15 Prozent des Energiemixes beträgt; vor Einführung des Auktionssystems waren es 13 Prozent.
Griechenland will bis 2050 kohlenstoffneutral werden, so Global Data, und strebe bis 2024 eine zusätzliche Wind-/Solar-Auktion von 2,1 Gigawatt an. Der Anteil von Wind- und Solarenergie zusammen soll bis Ende 2030 auf rund 56 Prozent anwachsen.
Das Land hatte bis Ende 2015 Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 2.607 Megawatt (MW) installiert. 2018 betrug die installierte Leistung 2.668 MW, war mithin nur um 61 MW gestiegen. »Um das Wachstum der PV-Installationen anzukurbeln, hat das Land im Juli 2018 das Auktionssystem für erneuerbare Energien eingeführt«, sagt Mohit Prasad.
Bei der ersten Auktion im April 2019 entfielen den Angaben zufolge 86 Prozent der Zuschläge auf PV-Projekte. Sechs von sieben Bietern erhielten damit die Baugenehmigung für Solarkraftwerke mit einer Leistung von 377,78 MW. Auch im Jahr darauf, im April 2020, gingen 70 Prozent von insgesamt 502,94 MW ausgeschriebener Leistung an Solarprojektierer, so Global Data.
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