Gläubigerversammlung beschließt das Aus von Solarworld Industries

Solarworld-Geschäftsführer Frank Asbeck

Die Gläubigerversammlung der Solarworld Industries GmbH hat nach Angaben des Insolvenzverwalters Christoph Niering den Beschluss bestätigt, den Geschäftsbetrieb des defizitären Unternehmens spätestens zum 30. September 2018 einzustellen, sofern sich nicht bis dahin noch ein Investor finden sollte. In Vorbereitung auf eine mögliche Schließung habe der Insolvenzverwalter bereits einen Interessensausgleich und Sozialplan mit dem Gesamtbetriebsrat und den Betriebsräten in Arnstadt und Freiberg ausgehandelt.
Zur Abfederung möglicher Entlassungen wurden in Absprache mit der Bundesagentur für Arbeit zwei Transfergesellschaften initiiert, in welche die von ihrem Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter zum 1. August 2018 wechseln könnten. »In diesen Transfergesellschaften werden die betroffenen Mitarbeiter nicht nur weiter qualifiziert, sondern erhalten innerhalb der nächsten sechs Monate eine finanzielle Unterstützung, welche deutlich oberhalb der Bezüge des Arbeitslosengeldes liegt«, so Niering. Die Beschäftigten in Bonn, Arnstadt und Freiberg sollen in der nächsten Woche auf Mitarbeiterversammlungen über das weitere Vorgehen informieren werden.
Die Solarworld Industries GmbH war im August 2017 aus der Insolvenz der Solarworld AG hervorgegangen. Von dem Aus seien »mehr als 500 Arbeitnehmer« betroffen. Noch Ende Mai hatte der Insolvenzverwalter mitgeteilt, es hätten sich »mehr als ein Dutzend Interessenten gemeldet«, die großes Interesse gezeigt hätten.
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