Gebäude der Schweizer Armee sollen Photovoltaikanlagen erhalten

»Ich will, dass unsere Kasernen und Gebäude künftig systematisch mit Solarzellen bestückt werden«, sagte die Schweizer Verteidigungsministerin Viola Amherd in einem Interview mit der »NZZ am Sonntag«. Laut Armasuisse, die Rüstungsagentur des Bundes, entfallen 35 Prozent des Energieverbrauchs des VBS allein auf die eigenen Immobilien, so die Zeitung. Armasuisse verwaltet und betreibt im Auftrag der Armee rund 7.500 Gebäude und Anlagen.
Zurzeit verfüge das VBS über 44 Solaranlagen mit einer Fläche von 41.633 Quadratmetern, heißt es. Damit wurden im vergangenen Jahr 5,2 Gigawattstunden (GWh) Strom produziert. Eine Potenzialanalyse ergab 2013, dass der Ausbau von Solaranlagen bis zu einer maximalen Jahresproduktion von 90 GWh führen könne. Das Potenzial bei den militärisch langfristig genutzten Standorten liege bei 44 GWh, so der Artikel. Bislang werde der von der Armee produzierte Solarstrom selber verbraucht. Es werde an den meisten Standorten aber bereits heute mehr Strom produziert als selbst genutzt werden könne. Das Gesetz sehe zurzeit allerdings »keine Möglichkeit vor, dass die Armee selber als Produzentin auf dem Strommarkt in Erscheinung tritt«. Abhilfe schaffe laut »NZZ« ein virtuelles Gebilde, das alle Produktionsüberschüsse der Photovoltaikanlagen erfasse. »Damit kann die Überproduktion indirekt an anderen VBS-Standorten genutzt werden, indem der überschüssige Solarstrom vom Totalbedarf sämtlicher VBS-Verbrauchsstätten abgezählt wird.«
© PHOTON

Verwandte Nachrichten