Europäische Glas-Glas-Module sind besonders klimafreundlich

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE verglichen mithilfe einer Lebenszyklusanalyse die CO2-Fußabdrücke monokristalliner Solarmodule deutscher, europäischer und chinesischer Herstellung. Ergebnis: Die in der Europäische Union hergestellten Photovoltaikmodule erzeugen 40 Prozent weniger CO2 als Module chinesischer Produktion. Dies liege vor allem am Energiemix der jeweiligen Länder und weniger an den Emissionen, die etwa beim Transport entstehen.
Rahmenlose Glas-Glas-Module ermöglichen im Vergleich zu Modulen mit Rückseitenfolien unabhängig von ihrem Produktionsstandort eine zusätzliche Emissionsreduktion von 7,5 bis 12,5 Prozent. Grund dafür sei, dass Glas-Glas Module keinen Aluminiumrahmen benötigen, dessen Herstellung sehr energieintensiv ist. Glas-Glas Module haben außerdem eine längere Lebensdauer und eine geringere jährliche Degradation als solche mit Folie, was ihren CO2-Fußabdruck zusätzlich verbessert. Bezogen auf die erzeugte Kilowattstunde verursacht das rahmenlose Glas-Glas-Modul 22 bis 27 Prozent weniger CO2-Emissionen als das Glas-Folien-Modul. Insgesamt kommt die Studie auf CO2-Emissionen für Glas-Folie-Module (Glas-Glas-Module) von 810 (750) in China, 580 (520) in Deutschland und 480 (420) Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak in der Europäischen Union.
»Aufgrund der deutlich geringeren CO2-Emissionen während der Produktion und dem weiter stark steigenden Bedarf an klimafreundlicheren Modulen weltweit, geht es nun darum, schnell die PV-Produktionskette in Europa aufzubauen«, sagt ISE-Institutsleiter Andreas Bett. China habe allerdings eine dominante Marktstellung: Im Jahr 2019 produzierte das Land 68 Prozent des Polysiliziums, 96 Prozent aller Wafer, 76 Prozent aller Solarzellen und 71 Prozent der Solarmodule.
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