ESMC erhält Unterstützung von Parlamentariern für ein Ende der Zwangsarbeit in der solaren Lieferkette

Der European Solar Manufacturing Council (ESMC) hat eine Veranstaltung organisiert, bei der Vertreter aus Industrie, Politik und dem gemeinnützigen Sektor über Möglichkeiten zur Eindämmung von staatlich geförderter Zwangsarbeit in der Solarindustrie diskutierten. Zu den Rednern gehörten Anna Cavazzini und Reinhard Bütikofer (beide MdEP), Patricia Carrier (Coalition to End Forced Labour in the Uyghur Region), Rushan Abbas (Campaign for Uyghurs), Adrian Zenz (Victims of Communism Foundation) und Johan Lindahl (ESMC).
Im Mittelpunkt der ESMC-Veranstaltung stand das Thema Zwangsarbeit in der autonomen Region Xinjiang-Uigur in China, wo etwa ein Drittel des von der Solarindustrie benötigten Polysiliziums produziert wird. »Es ist unbestreitbar, dass unsere europäischen Industrien einen schweren Stand haben, wenn sie über den Preis mit Konkurrenten konkurrieren müssen, die Sklavenarbeit einsetzen«, sagte Lindahl laut einer Mitteilung des ESMC. Abbas betonte, dass »China das Solarmonopol besitzt und die Kommunistische Partei Chinas die Lebenskraft meines Volkes aussaugt, um billige, schmutzige Energie in den Rest der Welt zu exportieren«. Sie wandte sich auch direkt an die Europäische Union: »Ihre Regierung und alle Regierungen müssen entschiedene Schritte unternehmen, um ihren Verpflichtungen aus der Völkermordkonvention von 1948 nachzukommen. Untätigkeit ist keine Option«. Die Redner forderten gesetzliche Rahmenbedingungen, Rückverfolgbarkeit und den Rückzug der Solarindustrie aus der autonomen Region Xingjiang.
© PHOTON

Verwandte Nachrichten