Erster Bauabschnitt von Photovoltaikanlage in Tschernobyl soll im Dezember ans Netz gehen

Enerparc-Solarkraftwerk in Russland

Das erste Solarprojekt in der Tschernobyl-Zone geht nach Angaben der Nachrichtenagentur »Bloomberg« im nächsten Monat in Betrieb. Das Projekt wird von dem ukrainischen Ingenieurbüro Rodina Energy Group Ltd. und der deutschen Enerparc AG entwickelt. Die Leistung beträgt ein Megawatt, die Investitionen belaufen sich auf eine Million Euro. Die Entwickler planen, 100 Millionen Euro in den Bau von Solarkraftwerken mit einer Leistung von 100 Megawatt in der radioaktiven Sperrzone zu investieren. Um Investoren anzuziehen, bietet die ukrainische Regierung billiges Land und relativ hohe Einspeisetarife an. Rodina und Enerparc erhalten bis 2030 pro Kilowattstunde 0,15 Euro.
Wie berichtet, haben seit 2016 bereits mehrere Unternehmen erklärt, dass sie an der Errichtung von Solarparks in Tschernobyl interessiert sind, darunter die chinesische GCL System Integration Technology Co. und die staatliche China National Complete Engineering Corporation (seinerzeit verkündeter Plan: ein Gigawatt). Darüber hinaus hatten zwei US-Investmentgesellschaften und vier kanadische Energieunternehmen Interesse an dem Standort bekundet.
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