Enpal plädiert für EU-Lieferkettenrichtlinie

Das Installationsunternehmen Enpal setzt sich für die neue EU-weite Lieferkettenrichtlinie ein. Das neue Regelwerk würde Unternehmen in der EU zu ökologischer und menschenrechtlicher Sorgfalt entlang der gesamten Wertschöpfungskette verpflichten. Enpal bezieht nach eigenen Angaben seine Solarmodule und Stromspeicher von Herstellern aus China. Dabei habe Enpal seine Lieferanten vertraglich zur Einhaltung international anerkannter Arbeitsstandards verpflichtet und könne seine Lieferkette für Solarmodule transparent und auditiert nachvollziehen. Das für die Solarmodule benötigte Polysilizium stamme nur aus Regionen, die diese Anforderungen erfüllen, also insbesondere nicht aus der Region Xinjiang.
Die neue EU-weite Lieferkettenrichtlinie würde zwar einen erheblichen administrativen Aufwand für die Unternehmen bedeuten, da die bisherigen Berichtsstandards umgestellt werden müssten. Unter dem Strich würde die Richtlinie aber zu einer deutlichen Entlastung führen, da statt eines Flickenteppichs nationaler Gesetze ein europaweit einheitliches Regelwerk gelten würde. »Wir bei Enpal appellieren an die Bundesregierung, sich in Nachverhandlungen für eine Verabschiedung der EU-Lieferketten-Richtlinie einzusetzen – mit klaren Zielen und weniger Bürokratie«, sagt Henning Rath, Chief Supply Chain Officer bei Enpal.
Die endgültige Abstimmung über die Richtlinie war zuletzt verschoben worden, weil sich die Regierungen einiger Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, nicht auf eine gemeinsame Position einigen konnten.
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