Energiewende-Schulungsprogramm für indische Netzbetreiber

In dem Projekt »Green Energy Corridors« (IGEN-GEC) arbeiten verschiedene Institutionen aus Indien und Deutschland gemeinsam daran, Mitarbeiter von indischen Netzbetreibern für die Integration hoher Anteile erneuerbarer Energien zu schulen. Ein entsprechendes Trainingsprogramm behandelt Themenfelder wie Erzeugung, Vorhersage, Systemintegration, Regelung und Visualisierung erneuerbarer Energien sowie Marktmechanismen, Regulatorik und Politik.
Das Trainingsprogramm hat die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ GmbH gemeinsam mit der indischen Power System Operation Corporation Ltd. (POSOCO) und dem National Power Training Institute (NPTI) entwickelt. Unterstützung leisteten Experten des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, der beiden deutschen Firmen Energynautics und Overspeed sowie des indischen Instituts IIT Bombay.
Die indische Regierung bereitet die Eröffnung von elf »Renewable Energy Management Center« (REMC) vor, die gemeinsam mit den bereits bestehenden »Load Dispatch Center« (LDC) die weitere Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz unterstützen sollen. Bislang fehlt es jedoch an Schulungsprogrammen für die Mitarbeiter der REMC. Das Wissen um die entsprechenden politischen, regulatorischen, marktbezogenen und technischen Instrumente soll deshalb in dem Schulungsprogramm vermittelt werden, dessen Umsetzung unter der Leitung des Fraunhofer IEE erfolgt. Der erste Teil ist als dreimonatiger Online-Kurs konzipiert und wird durch Vor-Ort-Trainings in Indien ergänzt. Ein erster Kurs mit etwa 20 Trainingsteilnehmern fand in den Ausbildungsräumen des National Power Training Institute (NPTI) in New Delhi/Faridabad statt. Im zweiten Kurs haben die Projektpartner im August weitere 50 Ingenieure in Bangalore ausgebildet. Der dritte und vorläufig letzte Trainingskurs wird im Januar/Februar 2020 im Bundesstaat Kerala stattfinden.
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