Deutsche Produktionsequipmenthersteller erwarten 17 Prozent Umsatzwachstum

Die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Solarindustrie erwarten für das laufende Jahr eine Steigerung ihrer Umsätze von rund 17,2 Prozent. Dies ergab die aktuelle Geschäftsklimaumfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). 90,3 Prozent der in der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Photovoltaik-Produktionsmittel organisierten rund 100 Unternehmen melden für das dritte Quartal 2017 eine Verbesserung ihrer Auftragslage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Maßgeblich für die positive Entwicklung ist der Umfrage zufolge der erhebliche Ausbau der Produktionskapazitäten in den Hauptmärkten der deutschen Maschinenbauer in Asien, insbesondere in China und Taiwan. Wegen der Anpassung der Photovoltaikförderung in China fallen die Erwartungen der Equipmenthersteller für 2018 indes weniger optimistisch aus, es wird mit einem Wachstum von 7,1 Prozent gerechnet.
Investiert wird laut VDMA vor allem in Produktionstechnologien für effizientere Zellen und Dünnschichttechnologie. Upgrades im Bereich PERC-Technologie und »Black Silicon« werden nach Einschätzung des Verbands nach wie vor gefragt sein, hier seien in den letzten zwei Jahren jedoch bereits erhebliche Investitionen getätigt worden. »Wir rechnen deshalb in den kommenden Monaten mit geringeren Investitionen in moderne Ausrüstung und Technologie«, sagt die Geschäftsführerin der VDMA-AG Photovoltaik-Produktionsmittel, Jutta Trube.
Trotz steigender Wettbewerbsintensität berichten 92 Prozent der Unternehmen über eine befriedigende Preissituation. 78 Prozent bezeichnen ihre aktuellen Erträge als befriedigend, 18 Prozent als gut. Die Kapazitätsauslastung war im dritten Quartal für 41 Prozent der befragten Unternehmen im Normalbereich und für 58 Prozent darüber. Die große Mehrheit verzeichnet eine stabile Beschäftigtensituation, die meisten (60 Prozent) arbeiten die Aufträge mit Überstunden ab. Für die nähere Zukunft planen 63 Prozent der Unternehmen weiter Überstunden. Nur 13 Prozent wollen mehr Personal einstellen, 87 Prozent hingegen ihre Belegschaft nicht vergrößern.
© PHOTON

Verwandte Nachrichten