DBU fördert Start-ups PV2+ und Better Sol

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert zwei Start-ups, die sich mit dem Thema Ressourcenschonung in der Photovoltaik beschäftigen. Die Better Sol GmbH aus Braunschweig erhält über zwei Jahre 124.040 Euro, die Freiburger PV2+ GmbH über ebenfalls zwei Jahre 125.000 Euro.
Luisa Schulze und Mirko Laube von Better Sol (Foto) arbeiten an einem intelligenten Testprozess für gebrauchte Photovoltaikanlagen. Noch funktionierende Module werden im Online-Shop des Start-up verkauft. Mit der DBU-Förderung will das Unternehmen in Zukunft ein komplettes Angebot vom Aufbau und der Installation gebrauchter Module bis zur Beratung anbieten.
Die PV2+ GmbH, eine Ausgründung des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ISE, hat ein spezielles Galvanikverfahren entwickelt, mit dem in der Modulproduktion Silber durch Kupfer ersetzt werden kann. Bei der direkten Auftragung von Nickel (als Diffusionsbarriere zwischen dem Kupfer und Silizium) und Kupfer auf die Zelloberfläche per »Electroplating« können die Kontaktfinger zudem wesentlich dünner sein, was den Wirkungsgrad erhöht, da die photovoltaisch aktive Fläche der Zelle weniger abgeschattet wird. Mithilfe der DBU-Förderung soll die Technologie nun in die Produktion gebracht werden.
Der Umstieg von Silber auf Kupfer ist ein seit langem verfolgtes Ziel in der Solarindustrie. Erst vor wenigen Tagen hat die australische Firma Sundrive eine Pilotproduktion für silberfreie Solarzellen eröffnet.
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