CIGS-Modulhersteller Flisom vor dem Verkauf

Der Schweizer Hersteller von flexiblen CIGS-Dünnschichtmodulen Flisom AG wird voraussichtlich von der Heidelberger Marna Beteiligungen AG übernommen. Laut eigener Mitteilung hat Marna hierfür mit der in Starnberg ansässigen BD Vermögensverwaltungs GmbH ein Konzept vereinbart, dem zufolge letztere die ihr gehörenden Anteile an der FL1 Holding GmbH im Wege einer Sachkapitalerhöhung einbringt. Die FL1 Holding wiederum hat einen Kaufvertrag zur Übernahme von Flisom unterzeichnet. Die Transaktion, für die Marna eine Sach- und Barkapitalerhöhung im Gesamtumfang von bis zu 15 Millionen Euro vornehmen will, steht allerdings noch unter dem Vorbehalt von »verschiedenen Voraussetzungen und ist daher noch mit hoher Unsicherheit behaftet«.
Flisom entstand 2005 als Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich) und ist spezialisiert auf ein Rolle-zu-Rolle-Produktionsverfahren für Folien-Solarmodule auf Basis von Kupfer-Indium-Galium-Selenid (CIGS). Wegen der fortschrittlichen Technologie und des für solche Module ungewöhnlich hohen Wirkungsgrades von 20,4 Prozent erregte das Unternehmen einiges Aufsehen, konnte aber bislang keine Produktion im Volumenformat aufbauen. Seit 2016 betreibt Flisom eine mit Beteiligung von Schweizer Investoren und dem indischen Mischkonzern Tata als Hauptinvestor finanzierte Pilotlinie mit 15 Megawatt Jahreskapazität. Inzwischen beträgt die Kapazität nach Angaben von Marna 40 Megawatt.
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