Brandenburg an der Havel hat großes Solarstrompotenzial

Encavis-Solarpark in Brandenburg/Havel

Einer Untersuchung der Technischen Hochschule Brandenburg zufolge hat die Stadt Brandenburg an der Havel ein großes Solarstrompotenzial. Rund 20.000 von etwa 47.000 Dächern, mithin 47 Prozent, seien für die Installation von Solaranlagen geeignet.
Im Rahmen des Projekts »PreLytica« wurde auf Basis von 3-D-Daten jedes eingemessene Gebäude im Stadtgebiet auf seine Eignung für Photovoltaik untersucht. »Dabei wurden nicht nur die individuellen Dachformen berücksichtigt, sondern auch Verschattungen aufgrund von Vegetation, benachbarten Objekten oder Dachaufbauten.« Zu berücksichtigen sei unter anderem, »dass die meisten Garagen und eingemessenen Gartenhütten schon aufgrund ihrer geringen Größe ungeeignet sind«, so die Wissenschaftler.
Insgesamt eignen sich 3,3 Millionen Quadratmeter zur Installation, bestehend aus 51 Prozent geneigter Dächer und 49 Prozent Flachdächer. Die maximal installierbare Leistung liege bei 345.359 Kilowatt. Davon entfielen allerdings nur knapp 25 Prozent der möglichen Leistung auf die Flachdächer. »Durch Wartungsgänge und Abstände, welche die Selbstverschattung der Anlage minimieren sollen, ist bei einer Aufständerung Richtung Süden nur rund ein Drittel der Fläche nutzbar. Höher wäre der Flachdachanteil der installierbaren Leistung, wenn eine Ost-West-Ausrichtung angenommen« würde.
Damit läge die Summe des möglichen jährlichen Stromertrags aller Dachflächen bei 289.000 Megawattstunden. Derzeit seien laut Anlagenregister der Bundesnetzagentur in der Stadt 399 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 139.891 Kilowatt installiert, darunter großteils Solarparks auf Freiflächen. Nach Abzug der mutmaßlichen Freiflächenanlagen (alle Anlagen ab einem Megawatt) verblieben 375 installierte Anlagen mit insgesamt 8.415 Kilowatt Leistung.
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