Agri-PV-Bausatz für den Garten von GridParity

Die GridParity AG aus Karlsfeld bei München hatte Mitte Mai auf der Intersolar ihr neues Agri-PV-System für den Garten vorgestellt. Die auf der Messe gezeigte Musterinstallation sei auf so viel Interesse gestoßen, dass man diese nun als Bausatz anbieten wolle, so Erich Merkle, Geschäftsführer von GridParity.
Der Bausatz besteht aus Stützen mit einer Höhe von 2,20 bis 2,60 Metern, Wechselrichter sowie sechs 300-Watt-Modulen vom Typ AG-M48, die von der Agora Solar a.s. in der Slowakei gefertigt werden. An Agora ist GridParity zu einem Drittel beteiligt.
Die Module haben eine Transparenz von 40 Prozent, besitzen vorne und hinten gehärtetes Solarglas mit einer Dicke von jeweils zwei Millimetern und einer Antireflexbeschichtung, die GridParity als »extrem haltbar« beschreibt. Die lineare Leistungsgarantie beträgt 30 Jahre auf 88 Prozent der Ausgangsleistung, wobei GridParity die Lieferung mit Plustoleranz zusichert.
Der Aufbau des Bausatzes soll sich laut GridParity binnen zwei Stunden erledigen lassen. Ein Betonfundament sei nicht nötig, stattdessen würden die an den Stützen angeschweißten Platten mit Erdnägeln im Boden verankert. Unter den Solarmodulen lassen sich dann zum Beispiel Beerensträucher pflanzen.
Ein solches 1,8-Kilowatt-System soll laut Merkle zur Markteinführung rund 2.500 Euro netto kosten und kann sofort bestellt werden. Die Lieferung erfolge allerdings erst, wenn genügend Bestellungen vorlägen – Merkle spricht hier von mindestens 1.000 – um durch Serienfertigung diesen Preis bieten zu können.
GridParity ist einer der Pioniere im Bereich Agri-PV, hat sich bislang jedoch auf kommerzielle Großprojekte beschränkt die ab 1.300 Euro netto angeboten werden. Der Garten-Bausatz ist für das Unternehmen jetzt der Einstieg in ein neues Marktsegement für den Agri-PV-Bereich.
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