24,9 Prozent Wirkungsgrad mit Perowskit/CIS-Tandem-Solarzelle

Im Rahmen des EU-Projekts PERCISTAND, das Dünnschichtverbindungen von Perowskiten und Chalkogeniden erforscht, hat eine Gruppe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit Projektpartnern eine Tandem-Solarzelle aus Perowskiten und Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) mit einem Wirkungsgrad von 24,9 Prozent entwickelt. Dies ist einer Mitteilung des KIT zufolge ein Rekordwert für diese Technologie. Die Materialkombination biete außerdem wegen ihres geringen Gewichts und ihrer Vielseitigkeit Potenzial zur Verwendung »an Fahrzeugen, tragbaren Geräten sowie falt- oder rollbaren Vorrichtungen«.
Der CIS-Teil der Tandemzelle enthält nahezu kein Gallium, was zu einer schmalen Bandlücke von etwa 1 Elektronenvolt führt. Hierauf kann auch die Bandlücke des Perowskit-Teils abgestimmt werden, weshalb die Verbindung nur wenig Brom enthält und damit effizienter und stabiler ist als eine Perowskitschicht mit hohem Bromgehalt. Das Team unter Leitung von Dr. Marco A. Ruiz-Preciado und Tenure-Track- (Junior-) Professor Ulrich W. Paetzold hat seine Arbeit in der Zeitschrift »ACS Energy Letters« veröffentlicht.
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