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PRÜFUNG DES ISOLATIONSWIDERSTANDES UNTER BENÄSSUNG (WET LEAKAGE)
Bei einer unzureichenden Isolation besteht die Möglichkeit, dass durch Regen, Nebel, Tau oder Schnee verursachte Feuchtigkeit an spannungsführende Teile gelangt. Dies hat nicht selten Korrosion und Erdschlüsse zur Folge und ist darüber hinaus eine erhebliche Sicherheitsgefährdung. Im Rahmen der Prüfung des Isolationswiderstandes unter Benässung wird die Isolation des Solarmoduls unter feuchten Betriebsbedingungen bewertet.
Das Messverfahren
Das Solarmodul wird horizontal in einen Behälter getaucht, der mit einer Wasser-Netzmittel-Lösung gefüllt ist. Dabei wird sichergestellt, dass alle Oberflächen (mit Ausnahme der Anschlussdose) bedeckt und Steckvorrichtungen (sofern vorhanden) vollständig eingetaucht sind. Ferner wird die Kabeleinführungen mit der Lösung benetzt. Die kurzgeschlossenen Ausgänge des Solarmoduls werden mit dem Pluspol und die Lösung mittels eines metallischen Leiters mit dem Minuspol eines Gleichstrom-Isolationsprüfers mit Strombegrenzung verbunden. Im nächsten Schritt wird an das Modul eine Spannung von 500 Volt oder – wenn größer – die maximale Systemspannung angelegt. Die Anstiegsgeschwindigkeit ist dabei auf 500 Volt pro Sekunde begrenzt. Wurde der Zielwert erreicht, wird die Spannung für zwei Minuten aufrechterhalten und der Isolationswiderstand im Anschluss daran gemessen. Nach Ablauf der Messung wird die Spannung auf null herabgesetzt und das Modul durch einen Kurzschluss der Klemmen des Dielektrimeters entladen.
Bewertung
- Bei Modulen mit einer Fläche von weniger als 0,1 Quadratmeter darf der lsolationswiderstand nicht kleiner sein als 400 Megaohm.
- Bei Modulen mit einer Fläche über 0,1 Quadratmeter darf der gemessene lsolationswiderstand multipliziert mit der Modulfläche nicht kleiner sein als 40 Megaohm.
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