 PHOTON's 4th PV SAFETY Conference
KONFERENZBERICHT
EXPERTEN DISKUTIEREN AUF PHOTON's 4th PV SAFETY CONFERENCE ÜBER BRANDSCHUTZ
27.03.2012: Wie das Brandrisiko von Photovoltaikanlagen minimiert werden kann, stand im Mittelpunkt von PHOTON's 4th PV Safety Konferenz am Dienstag in Berlin. Dass Solarstromanlagen Feuer auslösen können, ist bekannt und hat sich zu einem wiederkehrenden Thema in den deutschen Medien entwickelt.
Die Solarindustrie wurde spätestens durch den Brand einer großen Dachanlage im hessischen Bürstadt im Jahr 2009 alarmiert. Heute, drei Jahre später, gibt es verschiedene Ansätze zur frühzeitigen Erkennung von Gefahren. Manche Lösungen sind bereits im Markt verfügbar, andere stehen vor ihrer Einführung.
Der Zell- und Modulhersteller Q-Cells SE versucht, dass erst gar kein Modul die Produktion verlässt, das zu Kurzschlüssen neigt und damit Feuer auslösen könnte. "Die Ursache für Hotspots in der Zelle liegt in der Zellfertigung", sagte Senior Vizepräsident Karl Heinz Küsters. Jede Zelle wird mit einer Thermografiekamera untersucht und bei Auffälligkeiten aussortiert. Zusätzlich hat das Unternehmen mit dem VDE einen Test entwickelt, der zwei- bis dreimal so hart ist wie der IEC-Standard zur Zertifizierung für Module. Dieser soll auch sicherstellen, dass die Module 25 Jahre gute Erträge liefern.
Um möglicherweise dennoch vorhandene Schwächen in Modulen auszuschließen, bietet die Firma Tigo Energy GmbH seinen Leistungsoptimierer. Das Gerät dient dazu, mit nicht optimal ausgerichteten Anlagen die höchsten Erträge zu erzielen sowie zur Überwachung und frühzeitigen Fehlererkennung. "Das Managementsystem kennt die Spannung und Temperatur jedes Moduls", sagte Bernd Neuner, Leiter Marktentwicklung für Europa, Nahen Osten und Afrika. Weist ein Modul ein Risiko für einen Kurzschluss auf, aus dem sich ein Lichtbogen entwickeln kann, ist selbst in Megawattparks das betroffene Modul genau zu bestimmen. In den USA öffnet sich für solch intelligente Photovoltaiksysteme gerade ein großer Markt: Ab 2014 tritt ein neuer Netzcode in Kraft und dann müssen Solarstromsysteme Lichtbögen erkennen und sich sofort abschalten können. In der Diskussion sagte Küsters, er erwarte, dass der Trend zu intelligenter Modultechnik auch nach Europa schwappen werde.
Den Einsatz intelligenter Bypassdioden bereitet gerade Texas Instruments vor. Diese basieren auf einem Feldeffekttransistor und erhitzen sich weniger stark als die üblicherweise in Anschlussdosen verwendeten Schottkydioden. Im dritten Quartal 2012 will Texas Instruments an den Markt gehen. Preislich sollen die neuen Produkte auf einem Niveau mit den bisher bekannten Dioden liegen.
Quelle: PHOTON
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Natale Aiello, STMicroelectronics
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Zuhörer
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Martin Maslaton, Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft
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